"Strafe kann unter Umständen einem Hund etwas abgewöhnen, bringt ihm aber nichts Neues bei. Das Blöde an Strafe ist, dass Hunde sich relativ schnell daran gewöhnen und dann damit rechnen. Beim übernächsten Mal muss die Strafe also deutlich massiver ausfallen, damit der Hund nicht mehr findet, dass sich das Ignorieren der gewohnten, erwarteten Strafe lohnt (...). Mit solchen Maßnahmen endet man in einer Eskalations-Spirale. Anstatt uns auf den – zweifellos erst einmal längeren! – Weg des Aufbaus eines alternative Verhaltens zu begeben, das wir uns von unserem Hund wünschen, glauben wir fest daran, dass eine kurze Unterbrechung des unerwünschten Verhaltens schon die Lösung ist. Ist sie aber nicht! Stattdessen fällt der Hund nach kurzer Zeit wieder auf das erlernte „doofe“ Verhalten zurück, an das er sich a lange Zeit gewöhnt hat, und wir verbringen letztlich unendlich viel Zeit damit, uns mit dem unerwünschten Verhalten zu beschäftigen."
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